Evi Weissteiner diplomarbeid
DER "LEBENSBORN" IN NORWEGEN
Dissertation
Zur Erlangung des Doktorgrades an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck eingereischt von Evi Weissteiner.
(Doktoravhandlingen vil komme ut i bokform i 2002. Vi vil forsøke å holde deg oppdatert på status på trykkingen samt evt. salgs- /utlånssteder.)
Vorwort (Auszug)
Das thema meiner Dissertation ist so speziell, dass mich immer wieder die Frage erreiche: ”Warum schreibst du ausgerechnet über Norwegen, und wie, um Gottes Willen, bist du auf dieses Thema gestossen?”
Bereits früh bin ich zum Skandinavienliebhaber geworden:
der Norden Europas faszinierte mich landschaftlich und kulturell, ich war öfters
dort im Urlaub und habe mich auch für die Geschichte sehr interessiert. Und als
es Zeit war, über den Gegenstand meiner Diplomarbeit nachzudenken, dachte ich,
es müsste für mich doch interessant sein, über ein norwegisches Thema zu
schreiben. Ein solches liess sich aber nicht leicht finden, sofern ich meine
Diplomarbeit nich auf dem Institut für Alte Geschichte und über die Wikinger
schreiben wollte. Ich hatte mich aber bereits für das Institut für
Zeitgeschichte entschieden, doch hatte Norwegen nich in besonderem Umfang an
einem der Weltkriege teilgenommen: im Ersten Weltkrieg neutral gebleiben, wurde
es im Zweiten förmlich von den Deutschen überrant und binnen kurzer Zeit
besetzt. Zwar wären einerseits der
norwegische Widerstand mit dem Höhepunkt der gelungenen Sabotageaktion auf das
”schwere Wasser”, das für die Zwecke der deutschen Kernforschung in einem
hydraulischen Werk im norwegischen Rjukan hergestellt wurde, oder andererseits
die Rolle Quislings als Strohmann der Nazis ebenfalls interessante Themen
gewesen, doch konnte ich mich nicht so recht für eines der beiden entscheiden.
Als eine schwedische Freundin mir zum ersten Mal von den norwegischen Kriegskindern erzählte, war mein Interesse sofort geweckt. Ich begann, mich in die Materie einzulesen, und bereits nach kurzer Zeit wusste ich: das wird Gegenstand meiner Diplomarbeit.
Zwar musste ich noch mehrere Hindernisse überwinden, um
die Genehmigung zu einem Jahr als Free Mover in Oslo auch wirklich zu erhalten,
doch habe ich es letztendlich geschafft. Das Resultat meiner Recherche war
jedoch so umfangreich, dass es den Rahmen einer Diplomarbeit sprengte und nun in
Form dieser Dissertation vorliegt.
Zum Entstehen dieser Arbeit haben viele Personen beigetragen, von denen ich einige auch namentlich erwähnen möchte. Mein Dank geht zunächst an Marit Nybelius, die mich erst auf dieses Thema brachte und ohne die es deshalb diese Arbeit nicht geben würde – zumindest nicht in dieser Form. Wahrscheinlich wäre ich – wie so viele andere Südtiroler Geschichtsstudenten – beim Thema ”Option” hängen gebleiben. Sicher auch interessant, doch gibt es darüber wahrlich schon genug veröffentlichtes Material. Weiters danke ich Barbara Prugger, die mir freundlicherweise ihren Laptop für meine Recherche im Reichsarchiv Oslo zur Verfügung stellte. Das hat mir sehr viel Arbeit und Mühe erspart. Ganz besonders herzlich danke ich Reichsarchivar Kåre Olsen, der mir im Reichsarchiv Oslo mit Rat und Tat zur Seite stand, mir Material, wie Kopien und Bücher, zur Verfügung stellte und mir sein Buch ”Krigens barn” schenkte, das derzeit das umfassendste und wichtigste Buch über die Krigskinder in Norwegen ist und mir eine sehr grosse Hilfe war. Auch Universitätsprofessor und Buchautor Dr.phil. Georg Lilienthal sei an dieser Stelle für sein Interesse und für die Übersendung einiger seiner Aufsätze zum Thema ”Lebensborn” gedankt.
Ein aufrichtiges Dankeshön geht auch an alle Kriegskinder, die mich bei ihrem Sommertreffen am Byglandsfjord so herzlich aufgenommen haben und mir ein denkwürdiges Wochenende in ihrer Gesellshaft bereiteten, das zu erleben mir sehr wichtig war.
Der gesamten Leitung des NKBF möchte ich meinen Dank aussprechen, da sie mir die Erlaubnis erteilt hat, alte Fotos aus norwegischen Lebensbornheimen zu verwenden.
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